Ein Streich für den Lehrling im Verkauf

Die Arbeit im Marketing macht nicht nur Freude, sondern manchmal auch das Gegenteil von Freunden. Dazu gehörte der junge Mann, der als Lehrling im Verkauf tätig war. Er war so von sich eingenommen, dass er uns Alteingesessenen regelmäßig seine Sicht der Dinge erklärte. Selbstverständlich wusste er alles besser und konnte auch alles besser als wir.

Leider lief es für ihn in Liebesdingen nicht immer so erfolgreich. Mit einer zuverlässigen Regelmäßigkeit trennten sich seine Freundinnen von ihm. Wir wussten natürlich, weshalb. Denn schließlich konnten es auch ich und meine Kollegen nicht mit ihm aushalten.

Tja, und dann kamen wir auf die fantastische Idee, wie wir ihm einen richtig bösen Streich spielen konnten. Da er eben kein alter Hase war, kannte er in der Personalabteilung noch nicht alle Leute. Deshalb haben wir uns einen Fantasienamen ausgedacht, sagen wir „Josef Mackmann“.

Dieser Mitarbeiter schrieb ihm einen internen Brief, in dem er ihn über den folgenden Sachverhalt aufklärte. Demnach hatte sich seine aktuell verloschene Flamme beim Personalbüro gemeldet, da sie schwanger war. Sie hatte behauptet, dass der Lehrling nicht für das Kind aufkommen wollte. Deshalb hatte sie sich bereits mit einem Rechtsanwalt in Verbindung gesetzt. Dieser hatte bei Gericht bereits eine Pfändung von 400 Mark Lohn pro Monat erwirkt. Dieses Schreiben war der Personalabteilung zugegangen, und der Abzug sollte ab dem nächsten Monat stattfinden.

Der arme Lehrling wurde natürlich von uns beobachtet, als er den Brief erhielt und öffnete. Er wurde tatsächlich sehr bleich. Wie lange es gedauert hat, bis er realisierte, dass ihm jemand einen üblichen Streich gespielt hatte, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

Abteilungsleiter mit jungen Frauen flippt aus

In vielen kleinen und mittleren Frauen gibt es das gleiche „Problem“. Junge Frauen fangen nach Schule, Ausbildung oder Studium an – und werden nach einigen Jahren schwanger. All die von ihren Chefs investierte Zeit geht dann der Firma, oder besser gesagt, diesen Chefs „verloren“.

Natürlich kommen die meisten Frauen nach einer Schwangerschaft wieder an ihren ursprünglichen Arbeitsplatz zurück, aber für viele männliche Chefs ist es – nicht nur in unserem Betrieb – eine schreckliche Erfahrung. Denn diese Schwangerschaften kommen immer dann, wenn es überhaupt nicht in den betrieblichen Ablauf passt.

  • Beispielsweise kommen sie im Verkauf immer genau dann vor, wenn eine wichtige Messe ansteht und jede Hand zum Planen und Vorbereiten benötigt wird.
  • Im Finanzwesen treten sie immer dann auf, wenn der Jahresabschluss erstellt werden soll.

Einer unserer Abteilungsleiter fand sich vom Schicksal besonders benachteiligt. Innerhalb von drei Jahren waren vier seiner Frauen schwanger geworden. Deshalb hatte er panische Angst, dass deren Nachfolgerinnen auch schwanger werden könnten.

Ich habe dank meiner profunden Kenntnisse in Psychologie und Computertechnik diese Erkenntnis für einen Schabernack genutzt. In der Mittagspause habe ich mich immer wieder am Computer seiner Frauen vergriffen. Mit Vorliebe habe ich den Internetbrowser auf Seiten wie Schnell Schwanger Werden oder Familie.de gerichtet.

Schnell schwanger

 

Ähnlich gut kamen Ausdrucke von diesen Webseiten auf dem einzigen Drucker in der Abteilung. Es bestand immer eine gute Chance, dass der überfleissige Abteilungsleiter als erster aus der Mittagspause zurückkam und den Weg zum Drucker fand.

Selbstverständlich hat er im männlichen Kollegenkreis immer wieder von seinen Befürchtungen und den dazugehörigen Entdeckungen berichtet. Als bestimmte Kolleginnen nach „Monaten“ dann noch immer nicht schwanger waren, haben wir ihnen hinter ihrem Rücken bei ihrem Chef sogar Unfurchtbarkeit angedichtet. Wie überrascht er war, wenn sie dann tatsächlich einmal schwanger werden konnten.